Oberstdorfer Musiksommer 2026
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Mittwoch, 12.08.2026 19:30 Uhr

NEU: ELIAS ACKERLEY

Preisträger ARD-Musikwettbewerb 2025 ––––– BR-Klassik Mitschnitt

Das Klavierduo Oskar musste das Konzert am 12.08.2026 leider aus gesundheitlichen Gründen absagen. Wir freuen uns sehr, dass wir kurzfristig einen herausragenden jungen Pianisten als Ersatz gewinnen konnten.
Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit. Sollten Sie Ihre Eintrittskarten zurückgeben wollen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an kartenvorverkauf@oberstdorfer-musiksommer.de. Wir erstatten Ihnen selbstverständlich den Ticketpreis.

*****

Elias Ackerley, Klavier

Programm

Ferruccio Busoni (1866 – 1924)
Chaconne d Moll
Transkription aus aus der Partita Nr. 2
von Johann Sebastian Bach

Robert Schumann (1810 – 1856)
„Kreisleriana“, Fantasien für Piano-Forte, op. 16

1. Äusserst bewegt
2. Sehr innig
3. Sehr aufgereift
4. Sehr langsam
5. Sehr lebhaft
6. Sehr langsam
7. Sehr rasch
8. Schnell und spielend

––––– Pause

L. v. Beethoven (1770 – 1827)
Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57,
„Appassionata“

1. Allegro assai
2. Andante con moto
3. Allegro, ma non troppo – Presto

Franz Liszt (1881 – 1886)
Rhapsodie espagnole

Das Konzert wird von BR Klassik aufgezeichnet ––––– Sendetermin 21.08.2026, 18:03 Uhr, Festspielzeit auf BR-Klassik.

––– Tickets ab € 34,– ––––––– Schicken Sie uns Ihre Bestellung über unser Bestellformular – so können wir Ihnen gegebenenfalls auch Ihren Mitgliedsrabatt anrechnen. ODER: Eventim Online Tickets

*Bereits erworbene Tickets für das Konzert des Klavierduos Oskar behalten ihre Gültigkeit. Sollten Sie Ihre Eintrittskarten zurückgeben wollen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an kartenvorverkauf@oberstdorfer-musiksommer.de. Wir erstatten Ihnen selbstverständlich den Ticketpreis.*

NEU –––––– ABO 4x bezahlen – 5x genießen
Kaufen Sie Karten für 4 Konzerte und erhalten Sie eine Karte für das 5te Konzert dazu. (Hinweis: Die Abo-Freikarte gilt für das günstigste Ticket. Nur bei Ticketkauf über das Bestellformular oder direkt im Festivalbüro.)

–––––– Elias Ackerley wurde 2001 in Shrewsbury (England) geboren und wanderte im darauffolgenden Jahr mit seiner Familie nach Südkorea aus. Dort begann er im Alter von fünf Jahren seine Klavierausbildung. Aufgrund seiner außergewöhnlich schnellen Entwicklung wurde er bereits mit acht Jahren Schüler des russischen Pianisten Oleg Shitin. Unter dessen Anleitung errang er zahlreiche Wettbewerbserfolge, darunter den Juniorpreis beim Gumi National Piano Competition im Jahr 2012.

Nach seiner Rückkehr ins Vereinigte Königreich im Jahr 2012 gab Elias Ackerley im Mai 2013 im Alter von elf Jahren sein Debütkonzert in Chester. Seither konzertiert er regelmäßig in ganz Großbritannien und trat als Solist mit mehreren Orchestern auf. Von 2014 bis 2019 studierte er an der Chetham’s School of Music in Manchester bei Dr. Murray McLachlan, Leiter der Klavierabteilung. 2015 wurde er als bislang jüngster Preisträger des Manchester Beethoven Competition ausgezeichnet. Es folgten erste Preise beim Scottish International Youth Piano Competition (2017), das Blue Ribbon beim National Eisteddfod (2017) sowie der Sieg beim EPTA UK Piano Competition (2018). Ebenfalls 2018 erreichte er das Finale der Klavierkategorie des BBC Young Musician of the Year und gewann den zweiten Preis in der Kategorie A des Roma International Piano Competition.

2019 wurde Elias Ackerley am Curtis Institute of Music aufgenommen, wo er bei Gary Graffman und Meng-Chieh Liu studierte. Darüber hinaus erhielt er Unterricht bei Yefim Bronfman. Während seines Studiums war er Preisträger des Aarhus International Piano Competition 2023 in Dänemark und Finalist des Montreal International Piano Competition 2024.

Nach seinem Abschluss am Curtis Institute of Music setzte Elias Ackerley seine Ausbildung an der Juilliard School fort, wo er derzeit den Masterstudiengang in der Klasse von Robert McDonald absolviert.

Im Jahr 2022 wurde er in das Kumho Young Artist Concert Programme aufgenommen und gab sein Debüt im Kumho Arts Center in Seoul. Im darauffolgenden Jahr kehrte er auf Einladung zurück und eröffnete die Konzertreihe. Weitere Konzerte führten ihn unter anderem nach Seoul, Daejeon sowie in das Kulturzentrum F1963 in Busan.

Im Oktober 2024 unternahm Elias Ackerley mit Unterstützung des Keyboard Charitable Trust eine Konzerttournee durch die Vereinigten Staaten mit Recitals in Virginia, Washington, D.C., Delaware, Philadelphia und New York. 2025 gewann er den International Piano Island Competition, erhielt den zweiten Preis beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb sowie den Osnabrücker Musikpreis. Im Rahmen dieser Auszeichnung gab er sein Debüt mit dem Osnabrücker Symphonieorchester.

Auch 2026 setzte sich seine internationale Konzerttätigkeit erfolgreich fort. Im Seoul Arts Center gab er gemeinsam mit dem Daejeon Symphony Orchestra sein Konzertdebüt in Südkorea. Anschließend wurde er von der Kumho Foundation als „Rising Star“ ausgezeichnet und erneut zu Konzerten eingeladen. Darüber hinaus gab er sein Rundfunkdebüt beim Korean Broadcasting System (KBS).

Ergänzend zu seiner Ausbildung besuchte Elias Ackerley Meisterkurse bei Sir András Schiff, Stephen Hough und Richard Goode sowie bei Lesley Howard, Boris Berman und Robert McDonald. Übersetzt mit ChatGPT

–––––– Zum Programm

LUDWIG VAN BEETHOVEN:
Entstehung 1804 bis erste Hälfte 1806
Beethoven skizzierte die Klaviersonate weitestgehend im Jahr 1805 und vollendete sie spätestens im Jahr 1806.
Die musikalische Vortragsbezeichnung "appassionato" bedeutet "leidenschaftlich". In der Klaviersonate op. 57 taucht diese Spielanweisung an keiner Stelle auf. Der berühmte Beiname "Appassionata", unter dem die Sonate meist angekündigt wird, stammt nicht von Beethoven. Erstmals findet er sich auf dem Titelblatt ("Sonata appassionata") einer Übertragung der Sonate für Klavier vierhändig, die der Hamburger Verleger Cranz 1838 herausgab. Die Assoziation scheint so gelungen gewesen zu sein, dass der Beiname "Appassionata" von da an untrennbar mit der Klaviersonate verbunden war. (J.R.)

ROBERT SCHUMANN:
Kreisleriana, op. 16
„Da gibt’s zu denken dabei“, prophezeite Robert Schumann, als er am 16. April 1838 die Fertigstellung seiner Kreisleriana meldete. Er sollte Recht behalten. Generationen von Musikern und Musikwissenschaftlern haben sich den Kopf über den Sinn des Titels zerbrochen. Schumann meinte, er sei „nur von Deutschen“ zu verstehen, denn der „exzentrische, wilde und geistreiche Kapellmeister“ Johannes Kreisler war eine literarische Figur von E. T. A. Hoffmann, die nur in Deutschland und auch dort nur in der Hochromantik einige Berühmtheit erlangte.
Schon 1909 meinte Carl Reinecke von den Kreisleriana: „Dieser Titel war damals gar vielen ein Rätsel, und ist’s heutzutage vielleicht in noch höherem Grade, weil in der Gegenwart die phantastischen Dichtungen des E. T. A. Hoffmann kaum noch gelesen werden. Dieser hat nämlich in seinen Phantasiestücken die originelle Gestalt des unglücklichen Kapellmeisters Johannes Kreisler geschaffen, welcher nur in Johann Sebastian Bach und in seinem eigensten Innern lebt“.
So kann Schumann nur die Gestalt Kreislers als solche im Sinn gehabt haben. Welcher Aspekt reizte ihn an Kreisler?
Schumanns erster Biograph Wasielewski glaubte, die Liebe.
Er sah den Grund für Schumanns Titel in den „mannigfaltigen Regungen des Liebeswehs, welches damals seine Seele durchzitterte“, und verstand Kreisleriana im Sinne von „Wertheriana“ als Ausdruck für Schumanns Sehnsucht nach der Verbindung mit Clara, die 1838 noch immer ungewiss war.

LISZT - RHAPSODIE ESPAGNOLE
19.11.2011 von Julika Jahnke
Das Werk von Franz Liszt ist dem breiten Publikum weitestgehend bekannt. Und doch gibt es in seinem Oeuvre auch seltener gehörte Stücke. Wie seine Rhapsodie espagnole. Das Klavierstück entführt auf sehr charmante Weise in eine spanisch-folkloristische Klangwelt.
Hat Liszt die "Rhapsodie espagnole" jemals selbst öffentlich gespielt? Bekannt ist davon nichts. Und auch, wie er darauf kam, dieses Werk zu schreiben, bleibt bis heute ein Rätsel. Komponiert hatte er das Stück nicht etwa zu Hause am Kamin, sondern ausgerechnet in Rom, im Jahr 1863. Die sechs-monatige Reise durch Spanien und Portugal lag damals schon weit zurück: knapp 20 Jahre. Hatte er das Stück etwa deshalb komponiert, weil spanische Folklore nun in Mode kam – in der Kunstmusik? Eins ist jedenfalls sicher: Liszt hat den Pianisten hiermit ein Werk geschenkt, mit dem sie sich äußerst intensiv auseinandersetzen müssen. Die "Rhapsodie espagnole" gilt, wie so viele seiner Werke, als halsbrecherisch schwer.

Veranstaltungsort/Treffpunkt
Oberstdorf, Oberstdorf Haus, Saal Breitachklamm
Tickets unter: eventim.de
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