Musiksommer 2017

Bayerisches Landesjugendorchester

Sonntag, 02.08.2020 20:00 Uhr - Oberstdorf Haus, Saal Nebelhorn

Solist: Mathis Stier, Fagott
Leitung: Radoslav Szulc

Programm:

F. M. Bartholdy: Die Hebriden op. 26
W. A. Mozart: Fagottkonzert B-Dur KV 191
J. Brahms: Symphonie Nr. 4 e-moll op. 98

Tickets € 30,- / € 25,-
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MATHIS STIER
Der 23-jährige Fagottist Mathis Kaspar Stier ist seit Herbst 2016 Solofagottist des WDR Sinfonieorchesters Köln. Bereits im Alter von 19 Jahren gewann er einen 3. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb Prager Frühling sowie einen 2. Preis beim Gillet-Fox Wettbewerb der International Double Reed Society in New York.

Seinen ersten Musikunterricht erhielt er im Alter von 4 Jahren bei Markus Fromm, fünf Jahre später den ersten Fagottunterricht. Mit 14 Jahren wurde er Jungstudent an der Musikhochschule München bei Lyndon Watts und machte mit ersten Wettbewerbserfolgen auf sich aufmerksam. Orchestererfahrung sammelte er im Bayerischen Landesjugendorchester sowie im Bundesjugendorchester. Nach dem Abitur begann er 2012 sein Studium bei Prof. Eberhard Marschall in München, dabei wurde er von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. 2015 studierte er ein Semester am CNSM de Paris bei Prof. Laurent Lefèvre, bevor er Stipendiat der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker wurde. Dort erhielt er Unterricht bei Daniele Damiano und Mor Biron.

Mathis Kaspar Stier war Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. Orchesteraushilfen spielte er bei den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra.

Als begeisterter Kammermusiker spielte Mathis Kaspar Stier Konzerte mit dem Goldmund Quartett beim Festival Musik in den Häusern der Stadt und dem Gustav Mahler Jugend Ensemble beim Internationalen Musikfest Kreuth am Tegernsee. Mit dem Scharoun Ensemble Berlin trat er im Rahmen des Zermatt Music Festival 2016 auf.

Als Solist konzertierte er mit dem Czech Chamber Philharmonic Orchestra Pardubice, dem Lithuanian Chamber Orchestra, der Neuen Philharmonie München sowie der Bad Reichenhaller Philharmonie.

BAYERISCHES LANDESJUGENDORCHESTER
Längst hat sich das Bayerische Landesjugendorchester aus dem Dunstkreis landläufiger Nachwuchsorganisationen herausgehoben und zum singulären Förderer musikalischer Spitzenbegabungen gemausert. Ist es dennoch ein Wagnis, Vermessenheit oder gar ahnungslose Arroganz, Literatur, die vor etlichen Jahren für ein Jugendorchester nicht bewältigbar schien, auf die Pulte zu legen?
Das Bayerische Landesjugendorchester (BLJO) hat alle Zweifler eines Besseren belehrt und diese Werke in den letzten Jahren nicht nur achtbar, sondern mit geradezu sensationellem Erfolg in deutschen Konzertsälen präsentiert.
Worin liegt das Geheimnis dieses einmaligen Klangkörpers, den die Presse gerne und immer wieder mit professionellen Orchestern in einem Atemzug nennt?
In seiner nunmehr 42-jährigen Geschichte hat das BLJO das Fürchten gelernt, ist durch alle Höhen und Tiefen der Orchesterliteratur gegangen und weiß, worauf es sich einlässt, wenn es sich an die Giganten des Repertoires heranwagt. Vielleicht liegt es an der jugendlichen Unbekümmertheit, immer hoch hinaus zu wollen, vielleicht liegt es auch am Reiz, Grenzen zu erforschen. Ganz sicher aber unterliegt keiner der jugendlichen Musiker dem Irrtum, Schweres auf die leichte Schulter zu nehmen.
Sie alle wissen, was es bedeutet, ein Instrument bis zur Orchesterreife zu erlernen, sie alle haben sich der Disziplin und dem Leistungsanspruch unterworfen, höchsten Anforderungen zu genügen. Nicht von ungefähr sitzen an führenden Positionen vieler deutscher und ausländischer Kulturorchester ehemalige Mitglieder des BLJOs.
An Intensität des Lernens bleibt den jungen Musikern nichts erspart. Sie werden hart gefordert, ohne einem Drill zu unterliegen. Der Stolz und die Freude über gelungene Konzerte wiegen dafür dann den Verlust der Ferien mehr als auf.
Aber es ist noch etwas anderes, was die Seele dieses Klangkörpers in Schwingungen versetzt: Es ist der menschliche Umgang miteinander und untereinander, und es ist vor allem die fürsorgliche Betreuung durch erfahrene Erwachsene. Sie kennen sowohl die Ängste und Nöte wie auch die euphorischen Glücksgefühle der Jugendlichen. Die „Alten“ wissen was es heißt, sich in den Ferien in Klausur zu begeben und sich einem musikalischen Leistungsanspruch abseits aller schulischen Anforderungen zu stellen.
Die jungen Musiker von 13 bis Anfang 20 Jahre treffen sich drei Mal im Jahr in den Schulferien an Orten, die auf Grund ihres bezahlbaren Angebotes an Unterbringung, Verpflegung und Probenräumen für ein großes Sinfonieorchester oder viele Kammermusikgruppen geeignet sind. Diese Stätten werden von umsichtigen und verständnisvollen Leuten geführt, die immer wieder erkennen, was da an substanzieller Arbeit mit ungeheurer Disziplin vollbracht wird. So ist das BLJO regelmäßig als gern gesehener Gast in der Musikakademie Schloss Weikersheim, die Sommerprojekte finden im südtiroler Städtchen Eppan statt und der Kammermusikkurs mit BLJO-Mitgliedern im oberpfälzischen Amberg.
Auch arrivierte und international renommierte Dirigenten wie beim Jubiläumsprojekt Jonathan Nott oder bei Sonderprojekten mit dem BR-Symphonieorchester Mariss Jansons, Daniel Harding und Péter Eötvös tun ihr Übriges für die Attraktivität dieses Nachwuchsensembles.
Glücklichere Voraussetzungen für künstlerisches Arbeiten sind kaum denkbar, und deshalb beherrscht nicht stolz geschwellte Virtuosenbrust das Klima des Orchesters, sondern Demut vor den großen Werken der abendländischen Musik. Dieser Geist ist in jedem der Konzerte des BLJO spürbar und wirkt auf Musiker wie Publikum gleichermaßen inspirierend und beglückend.
Junge Senkrechtstarter der internationalen Dirigentenszene bekommen durch Vermittlung des Bayerischen Rundfunks den Kontakt zum BLJO. Pietari Inkinen, Robin Ticciati, Andrés Orozco-Estrada, Joseph Wolfe, Sebastian Tewinkel, David Afkham und Simon Gaudenz – das sind nur einige von ihnen, die das Konzertleben von morgen prägen werden. Aber auch so manchem Nachwuchssolisten hat das BLJO den Weg auf das große Konzertpodium geebnet. Zu ihnen gehören u.a. die Geigerinnen Arabella Steinbacher, Veronika Eberle und Alina Pogostkina, die Pianisten Herbert Schuch und Joseph Moog, die Cellisten Sebastian Klinger, Johannes Moser und Maximilian Hornung, der Klarinettist Sebastian Manz oder der Hornist Christoph Eß.
Engagement und Qualität sprechen sich herum, und so ist seit 2004 das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Pate des BLJO. Neben gemeinsamen Arbeitsphasen und Konzerten mit Chefdirigent Mariss Jansons stehen die Musiker des Symphonieorchesters dem Nachwuchs als Mentoren zur Seite, geben ihnen Impulse für die weitere musikalische Entwicklung.
Durch die Kooperation mit dem Tokio College of Music unternahm das BLJO im Sommer 2016 eine Japanreise, nachdem die Probenphase wie gewohnt in Südtirol stattfand. Konzerte in Hiroshima, Kyoto, Yokohama und Tokio hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den jungen Musikern.
Werner Andreas Albert hatte von Anbeginn an 25 Jahre lang die künstlerische Leitung inne. Nun obliegt die Auswahl der Dirigenten, Solisten und Programme dem künstlerischen Beirat, der sich ausschließlich aus erfahrenen Praktikern zusammen setzt, die selbst oft über Jahre hinweg als Dozenten tätig waren und sind. Die organisatorische Leitung des BLJOs übernahm 1991 Andreas Burger, der wie viele der Dozenten selbst einmal Mitglied dieses Orchesters war. Durch diese personelle Kontinuität in den Reihen der Verantwortlichen hat sich eine fast schon familiäre Atmosphäre entwickelt.
Die Arbeitsphasen mit allen logistischen Folgen kosten sehr viel Geld. Deshalb müssen die Eltern der jungen Musiker eine Teilnehmergebühr entrichten, damit diese Maßnahme finanziert werden kann. Unterstützung erfährt das BLJO, das unter der Trägerschaft des Landesausschuss Bayern "Jugend musiziert" e. V. steht, vom Sparkassenverband Bayern. Der Löwenanteil der Ausgaben wird kontinuierlich vom Freistaat Bayern finanziert. Eine Kombination, die harmonisch ineinander greift. Eine ausformulierte Orchesterordnung soll helfen, den Gesamtablauf des Orchesters während der Arbeitsphasen zu regeln und dadurch dem gesteckten Ziel so nahe wie möglich zu kommen: Orchesterordnung!
www.bljo.de

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