Rastrelli Cello Quartett

Samstag, 05.08.2017 20:00 Uhr - Oberstdorf Haus Saal Breitachklamm

Vier Celli - Ein Streichquartett der besonderen Art!

AROUND „B“

B. Bartok - Six Rumanian Dances
M. Bruch - Jewish Prayer „Kol Nidrei“
J. Brahms - Seven Hungarian Dances
D. Brubeck - Blue rondo a la Turk
BEATLES SONG BOOK

Tickets € 28,- / € 23,-
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Kira Kraftzoff - Violoncello
Mischa Degtjareff - Violoncello
Kirill Timofeev - Violoncello
Sergio Drabkin - Violoncello

Das "Rastrelli Quartett" besteht aus vier Violoncelli, und doch meint man, den besonderen Klang eines klassischen Streichquartetts zu hören. Ja mehr noch, ihr Spiel verwandelt das Cello in ein Streichinstrument, das keine musikalischen Grenzen zu kennen scheint.
So mancher Konzertbesucher mag es kaum glauben, aber kein einziges Stück in dem umfangreichen Repertoire der "Rastrelli’s" wurde original für vier Celli geschrieben. All diese stimmigen Arrangements stammen von dem Quartett-Mitglied Sergio Drabkin. Seine raffinierten Kompositionen führen das Cello-Quartett auf ein bis dahin völlig unbekanntes musikalisches Gebiet.
Geleitet wird das "Rastrelli Quartett" von Kira Kraftzoff, der für sein extrem ausdrucksstarkes und wandlungsfähiges Spiel berühmt ist. Komplettiert wird das Quartett durch seine ehemaligen Schüler Mischa Degtjareff und Kirill Timofeev, ohne die diese große Bandbreite an Stilrichtungen und die Präsentation intensiven musikalischen Erlebens nicht möglich wäre.
Der erste Teil des Konzerts besteht meist aus rein klassischen Werken, arrangiert für vier Celli. Man meint, ein donnerndes Symphonie-Orchester zu hören, wenn "Eine Nacht auf dem kahlen Berge" von Modest Mussorgsky gespielt wird, gefolgt von "Andante Cantabile", einem zarten russischen Volkslied, das Peter Tschaikowsky für Streichquartett gesetzt hat. Womöglich kommen danach die "Zigeunerweisen" von Pablo de Sarasate oder Drabkin's "Paganissimo", wo man sofort einen virtuosen Geiger vor sich zu sehen meint. Auch die typischen Cello-Werke werden nicht vergessen, beispielsweise "Der Schwan" von Saint-Saёns oder "Après un rève" von Gabriel Fauré.
Das einzige Kriterium für die „Rastrellis“ bei der Auswahl der Werke: sie spielen nur die Musik, die sie selbst lieben.Darunter findet sich auch Jazz, Klezmer, Tango - das alles ist im zweiten Teil zu hören. Hier wird die Kunst der Klangverwandlung, die das virtuose Cello-Spiel der "Rastrellis" auszeichnet, zum wahren Abenteuer für die Zuhörer: man sieht und hört vier Celli auf der Bühne - und doch meint man, es wäre ein altes Klavier zu hören, auf dem gerade Ragtime gespielt wird, oder Saxophone des Glenn Miller-Orchesters oder Piazzolla's Bandoneon….es dürfte wohl kein Konzert gegeben haben, in dem das Publikum nicht die unbändige Spielfreude des "Rastrelli Cello Quartett" und das virtuose Cellospiel genossen hat. Der Name des genialen italienischen Architekts Bartholomeo Rastrelli, der im 18. Jahrhundert die neue Hauptstadt Russlands erbauen sollte, steht Pate für Rastrelli Cello Quartett, das sich seiner Heimatstadt St.Petersburg sehr verbunden fühlt. Das Rastrelli Cello Quartett hat bereits sechs CD’s eingespielt, die sehr unterschiedliche Musikrichtungen präsentieren und einen ausführlichen Überblick über das Repertoire des Quartetts geben. Die CD „Vol. 3 – Cello in Classic“ wurde in Russland für den „Record 2008“ nominiert und hat den 2. Platz hinter «Pavarotti Forever» Luciano Pavarotti (Universal Music) und vor«Classics: The Best Of» - Sara Brightman (EMI/ SBA Gala Records) zugesprochen bekommen. Das Rastrelli Cello Quartett hat bei mehreren Festivals teilgenommen, unter anderem beim Beethoven Festival in Bonn, dem Cello Festival in Beauvais (Frankreich), dem Rheingau Musik Festival, dem Oberstdorfer Musiksommer, dem Meadowlark Music Festival in Lincoln/Nebraska (USA), dem Europäischen Music Festival in Sofia (Bulgarien), dem Festival Boswiler Sommer (Schweiz), dem Ohrid Summer Music Festival (Mazedonien), dem Linköping Music Festival (Sweden), dem Schleswig Holstein Musik Festival, dem Rio International Cello Encounter (Rio de Janeiro, Brasilien), dem Sonoro Festival in Bucharest (Romanien).

Kira Kraftzoff, Leiter und Gründer des Rastrell Cello Quartett, Russian Quattro, und des Rastrelli Kammerorchester, wurde 1971 in Leningrad, UdSSR, dem heutigen St. Petersburg, geboren.
Im Alter von sechs Jahren begann er sein Studium an der „Spezialschule für hochbegabte Kinder“ am Staatlichen Konservatorium von St. Petersburg unter der Betreuung von Prof. Mark Reisenstock. Kraftzoff gab sein Debut im Alter von 14 Jahren mit dem Radio Symphonie Orchester St. Petersburg in der St. Petersburger Philharmonie mit Khatchaturians Cello – Konzert. 1987 nahm er am Russischen Föderation Cello Wettbewerb teil und errang dort ein Diplom. 1988 dann, war er der jüngste Finalist UdSSR Wettbewerbs aller Zeiten und bekam die allerhöchste Auszeichnung. Er setzte sein Studium bei Prof. Anatoly Nikitin am Rimsky-Korsakov Konservatorium in St. Petersburg fort und schloss es 1994 mit Auszeichnung ab. Danach assistierte er für vier Jahre als Dozent in Nikitins Celloklasse und war Schüler des legendärer Daniel Schafran.1993, Kraftzoff konnte er als Repräsentant des St. Petersburger Konservatoriums an der ersten Meisterklasse von Mstislav Rostropovich in Russland nach seinem langen Exil teilnehmen. Durch ein Studenten Austauschprogramm kam er nach Stuttgart und studierte dort bei Prof. Peter Buck, dem Cellisten des "Melos-Quartett". Kira Kraftzoff gewann zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben. 1990 Murcia (Spanien) 1. Preis 1992 Pretoria (Südafrica) 3. Preis beim "UNISA String Competition" 1994 Trapani (Italien): 2. Preis beim "Chamber music Competition" (Ein 1. Preis wurde nicht vergeben) 1995 in München den 3. Preis beim "Konzertgesellschaft Wettbewerb" 1997 in Wien den 1. Preis beim "Vienna International Competition". Er ist als Solist in vielen großen Konzerthäusern aufgetreten. Im großen Saal des Moskauer Konservatorium, der St. Petersburg Philharmonie, der Philharmonie in Berlin, der Alten Oper Frankfurt, im Herkulessaal und in der Philharmonie am Gasteig in München, der Tonhalle Zurich, dem Concertgebow Amsterdam, der Laiszhalle Hamburg, dem Stefaniesaal in Graz, dem Mozarteum in Salzburg, dem Grand Park in Chicago, der Taegue Philharmonie in Südkorea und noch vielen anderen. Außerdem war Kira Kraftzoff bei vielen Festivals in aller Welt eingeladen, darunter das “Davos Music Festival”, die ”Schwetzingen Festspiele”, das “Beethoven Festival in Bonn”, das “Grand Park Music Festival”, das ”Rheingau Musikfestival”, die “Ludwigsburger Schlossfestspiele", das “Freiburger Zeltwunder Festival”, das "Colorado Music Festival”, das “Savonlinna Festival in Finnland”, der “Musical Olympus in St. Petersburg”.
Dort arbeitete mit Künstlerkollegen wie Gidon Kremer, Krzysztof Penderecki, Gilles Apap, Giora Feidman und David Geringas. Er spielte in unzähligen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, wie z. B. bei NBC, BR, SWR, HR, NDR, NHK. Russia 1 produzierte eine 40 minütige Dokumentation über sein Leben und seinen künstlerischen Werdegang. Bevor er das Rastrelli Cello Quartett gründete war Kraftzoff von 1991 bis 1994 erster Cellist bei den "St. Petersburg Solisten" und von 1998 bis 2005, erster Cellist beim "Württembergischen Kammerorchester" in Heilbronn. Mit der Gründung des „Rastrelli Cello Quartet“ 2002 ist Kraftzoff international bekannt geworden.
2010 begann er seine Laufbahn als Dirigent und gründete das “Rastrelli Chamber Orchestra”. Er kürzlich in 2012 rief er das “Russian Quattro” ins Leben, das erste Streichquartett überhaupt in der Besetzung mit zwei Violinen und zwei Celli. 2005 bis 2010 war er Professor für Streicher in Staatliche Universität für Kunst und Kultur St. Petersburg.

Mikhail (Mischa) Degtjareff, erhielt seinen ersten Cellounterricht an der Spezialmusikschule in der Klasse von Elena Dernova. Anschließend studierte er von 1996 bis 2001 bei Prof. Anatoli Nikitin und seinem Assistenten Kira Kraftzoff.
Während seines Studiums war er Mitglied des Cello Ensembles Sankt-Petersburg unter der Leitung vom Professor A. Nikitin und trat in verschiedenen Konzertsälen auf. 1996 wurde er Preisträger des Festivals „Junge Talente Russlands“, 1998 Preisträger des Wettbewerbs der Gartow Stiftung „Freunde der Musik St. Petersburg“. 1998 nahm er an der Orchesterakademie des Schleswig-Holsteiner Musikfestivals teil.2005 schloss er sein Studium an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Peter Buck ab.
Er komponiert sowohl klassische Musik, als auch Popmusik, u.a. für das Rastrelli Cello Quartett.

Kirill Timofeev, geboren 1978 und aufgewachsen in St. Petersburg, erhielt seinen ersten Violoncellounterricht im Alter von fünf Jahren bei Elena Dernova. Später studierte er am Rimsky-Korsakov Konservatorium. Seine Lehrer waren Anatoly Nikitin und Kira Kraftzoff. Kammerensemble studierte er bei Natalia Arzumanova. Von 2003–2005 studierte er in der Solistenklasse von Peter Buck an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und belegte Meisterkurse bei Natalia Gutman, Ivan Monighetti und David Geringas.
Mit seinem Duo-Partner Evgeni Sinaiski (Klavier) konzertiert Kirill Timofeev seit über zehn Jahren in Europa und Russland. Die beiden Musiker treten regelmäßig im Raum von Portugal bis Krasnojarsk auf und haben sich ein umfangreiches Repertoire erarbeitet. Als Solist und Mitglied verschiedener kammermusikalischen Formationen ist Kirill Timofeev bei zahlreichen Festivals vertreten, u.a. beim Schwetzinger Mozartfest, White Crow Music Festival, Rheingau Musik Festival, Rio International Cello Encounter und dem Schleswig Holstein Musik Festival. Seit 2009 ist Kirill Timofeev Stimmführer der Violoncelli bei der Philharmonie Merck in Darmstadt.

Sergio Drabkin, 1953 in Polozk/Weißrussland geboren, studierte bis 1977 an der Musikfachschule Polozk und der Staatlichen Musikhochschule Minsk. Auf das Studium folgte eine siebzehnjährige erfolgreiche musikalische Karriere in Weißrussland, u. a. als Stimmführer der Staatlichen Philharmonie Weißrussland, als Solocellist des dortigen Barockensembles und Mitglied des Streichquartetts, mit dem Drabkine einige CD-Produktionen realisierte.
Nach der Übersiedlung mit seiner Familie (1995) nach Deutschland war Sergio Drabkin im Rahmen befristeter Engagements bei einer Reihe von Orchestern verpflichtet. Seit 2003 ist er festes Mitglied des Württembergischen Kammerorchesters.
Sergio Drabkin arrangierte sämtliche Werke verschiedenster Musikrichtungen für das Rastrelli Cello Quartett, Giora Feidman, King's Singers, James Galloway, Gilles Apap und Casal Quartett.
www.rastrelli.de