Musiksommer 2017

Bayerisches Landesjugendorchester - Solisten: Ebonit Saxophone Quartet

Sonntag, 05.08.2018 20:00 Uhr - Oberstdorf Haus, Saal Nebelhorn

Solisten: Ebonit Saxophone Quartet
Leitung: Anna Duczmal - Mróz

S. Matthus: aus „Phantastische Zauberträume“- Ein saxophonisches Märchen für Saxophonquartett und Orchester
L. Bernstein: Symphonische Tänze aus „West Side Story“
B. Bartók: Konzert für Orchester Sz. 116

Tickets € 28,- / € 23,-
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BAYERISCHES LANDESJUGENDORCHESTER
Längst hat sich das Bayerische Landesjugendorchester aus dem Dunstkreis landläufiger Nachwuchsorganisationen herausgehoben und zum singulären Förderer musikalischer Spitzenbegabungen gemausert. Ist es dennoch ein Wagnis, Vermessenheit oder gar ahnungslose Arroganz, Literatur, die vor etlichen Jahren für ein Jugendorchester nicht bewältigbar schien, auf die Pulte zu legen?
Das Bayerische Landesjugendorchester (BLJO) hat alle Zweifler eines Besseren belehrt und diese Werke in den letzten Jahren nicht nur achtbar, sondern mit geradezu sensationellem Erfolg in deutschen Konzertsälen präsentiert.
Worin liegt das Geheimnis dieses einmaligen Klangkörpers, den die Presse gerne und immer wieder mit professionellen Orchestern in einem Atemzug nennt?
In seiner nunmehr 42-jährigen Geschichte hat das BLJO das Fürchten gelernt, ist durch alle Höhen und Tiefen der Orchesterliteratur gegangen und weiß, worauf es sich einlässt, wenn es sich an die Giganten des Repertoires heranwagt. Vielleicht liegt es an der jugendlichen Unbekümmertheit, immer hoch hinaus zu wollen, vielleicht liegt es auch am Reiz, Grenzen zu erforschen. Ganz sicher aber unterliegt keiner der jugendlichen Musiker dem Irrtum, Schweres auf die leichte Schulter zu nehmen.
Sie alle wissen, was es bedeutet, ein Instrument bis zur Orchesterreife zu erlernen, sie alle haben sich der Disziplin und dem Leistungsanspruch unterworfen, höchsten Anforderungen zu genügen. Nicht von ungefähr sitzen an führenden Positionen vieler deutscher und ausländischer Kulturorchester ehemalige Mitglieder des BLJOs.
An Intensität des Lernens bleibt den jungen Musikern nichts erspart. Sie werden hart gefordert, ohne einem Drill zu unterliegen. Der Stolz und die Freude über gelungene Konzerte wiegen dafür dann den Verlust der Ferien mehr als auf.
Aber es ist noch etwas anderes, was die Seele dieses Klangkörpers in Schwingungen versetzt: Es ist der menschliche Umgang miteinander und untereinander, und es ist vor allem die fürsorgliche Betreuung durch erfahrene Erwachsene. Sie kennen sowohl die Ängste und Nöte wie auch die euphorischen Glücksgefühle der Jugendlichen. Die „Alten“ wissen was es heißt, sich in den Ferien in Klausur zu begeben und sich einem musikalischen Leistungsanspruch abseits aller schulischen Anforderungen zu stellen.
Die jungen Musiker von 13 bis Anfang 20 Jahre treffen sich drei Mal im Jahr in den Schulferien an Orten, die auf Grund ihres bezahlbaren Angebotes an Unterbringung, Verpflegung und Probenräumen für ein großes Sinfonieorchester oder viele Kammermusikgruppen geeignet sind. Diese Stätten werden von umsichtigen und verständnisvollen Leuten geführt, die immer wieder erkennen, was da an substanzieller Arbeit mit ungeheurer Disziplin vollbracht wird. So ist das BLJO regelmäßig als gern gesehener Gast in der Musikakademie Schloss Weikersheim, die Sommerprojekte finden im südtiroler Städtchen Eppan statt und der Kammermusikkurs mit BLJO-Mitgliedern im oberpfälzischen Amberg.
Auch arrivierte und international renommierte Dirigenten wie beim Jubiläumsprojekt Jonathan Nott oder bei Sonderprojekten mit dem BR-Symphonieorchester Mariss Jansons, Daniel Harding und Péter Eötvös tun ihr Übriges für die Attraktivität dieses Nachwuchsensembles.
Glücklichere Voraussetzungen für künstlerisches Arbeiten sind kaum denkbar, und deshalb beherrscht nicht stolz geschwellte Virtuosenbrust das Klima des Orchesters, sondern Demut vor den großen Werken der abendländischen Musik. Dieser Geist ist in jedem der Konzerte des BLJO spürbar und wirkt auf Musiker wie Publikum gleichermaßen inspirierend und beglückend.
Junge Senkrechtstarter der internationalen Dirigentenszene bekommen durch Vermittlung des Bayerischen Rundfunks den Kontakt zum BLJO. Pietari Inkinen, Robin Ticciati, Andrés Orozco-Estrada, Joseph Wolfe, Sebastian Tewinkel, David Afkham und Simon Gaudenz – das sind nur einige von ihnen, die das Konzertleben von morgen prägen werden. Aber auch so manchem Nachwuchssolisten hat das BLJO den Weg auf das große Konzertpodium geebnet. Zu ihnen gehören u.a. die Geigerinnen Arabella Steinbacher, Veronika Eberle und Alina Pogostkina, die Pianisten Herbert Schuch und Joseph Moog, die Cellisten Sebastian Klinger, Johannes Moser und Maximilian Hornung, der Klarinettist Sebastian Manz oder der Hornist Christoph Eß.
Engagement und Qualität sprechen sich herum, und so ist seit 2004 das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Pate des BLJO. Neben gemeinsamen Arbeitsphasen und Konzerten mit Chefdirigent Mariss Jansons stehen die Musiker des Symphonieorchesters dem Nachwuchs als Mentoren zur Seite, geben ihnen Impulse für die weitere musikalische Entwicklung.
Durch die Kooperation mit dem Tokio College of Music unternahm das BLJO im Sommer 2016 eine Japanreise, nachdem die Probenphase wie gewohnt in Südtirol stattfand. Konzerte in Hiroshima, Kyoto, Yokohama und Tokio hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den jungen Musikern.
Werner Andreas Albert hatte von Anbeginn an 25 Jahre lang die künstlerische Leitung inne. Nun obliegt die Auswahl der Dirigenten, Solisten und Programme dem künstlerischen Beirat, der sich ausschließlich aus erfahrenen Praktikern zusammen setzt, die selbst oft über Jahre hinweg als Dozenten tätig waren und sind. Die organisatorische Leitung des BLJOs übernahm 1991 Andreas Burger, der wie viele der Dozenten selbst einmal Mitglied dieses Orchesters war. Durch diese personelle Kontinuität in den Reihen der Verantwortlichen hat sich eine fast schon familiäre Atmosphäre entwickelt.
Die Arbeitsphasen mit allen logistischen Folgen kosten sehr viel Geld. Deshalb müssen die Eltern der jungen Musiker eine Teilnehmergebühr entrichten, damit diese Maßnahme finanziert werden kann. Unterstützung erfährt das BLJO, das unter der Trägerschaft des Landesausschuss Bayern "Jugend musiziert" e. V. steht, vom Sparkassenverband Bayern. Der Löwenanteil der Ausgaben wird kontinuierlich vom Freistaat Bayern finanziert. Eine Kombination, die harmonisch ineinander greift. Eine ausformulierte Orchesterordnung soll helfen, den Gesamtablauf des Orchesters während der Arbeitsphasen zu regeln und dadurch dem gesteckten Ziel so nahe wie möglich zu kommen: Orchesterordnung!
www.bljo.de

EBONIT SAXOPHONE QUARTET
Das Ebonit Saxophonquartett aus Amsterdam ist ein junges, inspiriertes Ensemble, das der Kammermusikwelt durch kreative Programme und eindrucksvolle Interpretationen eine ganz persönliche Note verleihen will. Das Quartett studierte an der niederländischen Streichquartettakademie NSKA, wo sie von Marc Danel, Stefan Metz und Sven Arne Tepl betreut wurden. Alle vier Musiker des Quartetts absolvierten zusätzliche ein solistisches Studium bei dem renommierten Saxophonisten Arno Bornkamp am Conservatorium van Amsterdam.
In der Saison 2016/17 wird das Ensemble als Laureat des Wettbewerbs „Dutch Classical Talent“ durch die Niederlande touren. Außerdem war das Ensemble erster Preisträger beim „Ottomani Wettbewerb“ in Den Bosch und dem „International Chamber Music Competition“ in Almere. 2016 wurde dem Quartett der Jurypreis, Publikumspreis und MAX Joung Talent Preis des „Storioni Toonzaal Wettbewerbs“ zuerkannt und Sie gewannen den 1. Preis – „Prix Charles Hennen“ – beim internationalen Orlando Wettbewerb in Kerkrade. Darüber hinaus erhielt das Ensemble den 2. Preis und den Cicerone Music & Art Preis beim internationalen Salieri-Zinetti Wettbewerb in Verona und sie haben den „Preis der Freunde der Jeunesses Musicales“ beim International Chamber Music Campus auf Schloss Weikersheim aus den Händen von Heime Müller, Dirk Mommertz, Hariolf Schlichtig und dem Belcea Quartett erhalten. Außerdem erhielten sie die “Zilveren Vork” für das beste Lunchconcert in der Stadsschouwburg De Harmonie in Leeuwarden. Seit 2015 ist das Ebonit Quartett offizieller Selmer-Artist.
Im Konzertbetrieb der Niederlande ist das Ebonit Quartett eine feste Größe. So spielten sie in den wichtigsten Sälen des Landes wie dem Concertgebouw und dem Muziekgebouw in Amsterdam, dem De Toonzaal in Den Bosch oder dem TivoliVredenburg in Utrecht. Daneben ist das Quartett auch regelmäßig bei internationalen Festivals im In – und Ausland zu Gast, wie dem Grachtenfestival/ Amsterdam, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Würzburger Bachtagen oder dem World Saxophone Congress in St Andrews.
Das Ebonit Quartett erhält regelmäßig musikalische Impulse von Musikern wie u.a. Eberhart Feltz, Gerhard Schulz, den Mitgliedern des Artemis Quartetts, Heime Müller, Luc-Marie Aguera, Peter Cropper, den Mitgliedern des Habanera Saxophonquartetts und dem Oboisten Albrecht Mayer.
2016 erschien beim Label Challenge Classics ihre Debut CD mit dem Titel “The last words of Christ“, welche von der internationalen Fachpresse sehr positiv aufgenommen wurde. So schrieb zum Beispiel das Magazin CONCERTI:
„Das in Amsterdam gegründete Ebonit Saxophone Quartet spielt auf seiner Debüt-CD diese Musik, eingerichtet von der „Primsaxofonistin“ Simone Müller, ohne Näseln und andere Aufdringlichkeiten, dafür mit vielen fein gezeichneten Linien, mit klarer Verteilung der Stimmen, mit pochenden Bass-Fundamenten, klagenden, seufzenden Oberstimmen und subtilen Trillern.“
Das Album wurde nominiert für den niederländischen Award “Edison Klassiek” in der Kategorie “Het Debuut”.
www.ebonitquartet.com

Kontakt

Festivalbüro Oberstdorfer Musiksommer
Nebelhornstraße 25
87561 Oberstdorf
Tel: +49 8322 9592005
Fax: +49 8322 9592009
info@oberstdorfer-musiksommer.de

Konzert zum neuen Jahr

Trio Opus 8 & Freunde
Michael Hauber - Klavier
Mario De Secondi - Violoncello
Eckhard Fischer - Violine

Sonntag, 06. Januar 2019 - 18:00 Uhr Oberstdorf Haus

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