WPR c Jürgen Lippert

Eröffnungskonzert: Württembergische Philharmonie Reutlingen

Donnerstag, 25.07.2019 20:00 Uhr - Oberstdorf Haus, Saal Nebelhorn

Eröffnung des Oberstdorfer Musiksommers durch die Jodlergruppe Oberstdorf

Solisten: Wen-Sinn Yang, Violoncello, Maria-Elisabeth Lott, Violine
Leitung: Gregor A. Mayrhofer

Programm:
P. Tschaikowski: Rokoko Variationen op. 33
E. Chausson: Poème op. 25
J. Brahms: Doppelkonzert op. 102

Tickets € 35,- / € 30,-
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DIE WÜRTTEMBERGISCHE PHILHARMONIE REUTLINGEN
Seit ihrer Gründung 1945 hat sich die Württembergische Philharmonie Reutlingen (WPR) zu einem international gefragten Orchester entwickelt. Chefdirigent ist seit der Spielzeit 2017/18 der Amerikaner Fawzi Haimor. Neben Konzertreihen für unterschiedlichste Zielgruppen in ihrer Heimatstadt, gastiert die WPR regelmäßig im In- und Ausland. 2006 bestritt das Orchester eine Japan-Tournee als offizieller Botschafter für Baden-Württemberg. Auf zahlreichen weiteren Tourneen in Europa hat sich das Orchester ein hohes internationales Ansehen erworben. Künstlerische Partner waren dabei Gesangssoliten wie Edita Gruberova und José Carreras, Peter Seiffert, Ramón Vargas, Thomas Hampson und Jonas Kaufmann ebenso wie Instrumentalisten, darunter Lang Lang, Sabine Meyer, Gidon Kremer oder Fazil Say. Dabei ist die WPR auf den namhaftesten Podien zu erleben, darunter der Wiener Musikverein, der Amsterdamer Concertgebouw, die Kölner und Berliner Philharmonie, der Herkulessaal München, das Festspielhaus Baden-Baden sowie Bühnen in Luzern, Zürich und Mailand, wo das Orchester regelmäßig gastiert.
Das Orchester setzt sich zudem intensiv für den Hörernachwuchs ein und veranstaltet zahlreiche Konzerte für Kinder. 2009 erhielt es den erstmals vergebenen BKM Bundespreis für kulturelle Bildung für ein Projekt mit geistig behinderten Künstlern, 2015 richtete die WPR als erstes Orchester in Baden-Württemberg eine Konzertreihe für Menschen mit Demenz ein und widmet sich seit 2016/17 einem großen Musikprojekt mit Geflüchteten, das 2017/18 eine Fortsetzung findet. Die künstlerische Arbeit der WPR ist durch zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentiert.

WEN-SINN YANG, VIOLONCELLO
"Technisch auf allerhöchstem Niveau spielt er mit wunderbarem, grossem Ton und einwandfreier Intonation. Seine Phrasierungen sind einfühlsam, und er erfasst in ausserordentlicher Weise die philosophische Dimension der Werke, die er spielt", äusserte sich kein Geringerer als Lorin Maazel über ihn.
Wen-Sinn Yang zählt zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten als Kammermusiker und Solist im Cellofach.

Seit dem Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf 1991 ist Wen- Sinn Yang ein gern gesehener Gast auf den bedeutenden Konzertpodien und Musikfestivals in Europa und Asien. Als Solist bei Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, NHK Tokio, Shanghai Symphony Orchestra,, Radio Suisse Romande, St. Pauls Chamber Orchestra musizierte er mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel und Mariss Jansons.

Sein äusserst breit gefächertes Repertoire ist auf über 20 CD-Einspielungen dokumentiert. Neben dem Standartrepertoire wie den Konzerten von Boccherini, Haydn und Dvorak hat Yang als Anwalt für wenig bekannte, hochvirtuose Cellomusik auch Werke von François Servais, Carl Davidoff, Alfredo Piatti und Julius Klengel in Ersteinspielungen aufgenommen.
In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen sind die 6 Solo Suiten von J.S. Bach als DVD bei Arthaus Musik erschienen.

Der in Bern geborene Musiker taiwanesischer Abstammung studierte bei Claude Starck (Zürich) und bei Wolfgang Boettcher (Berlin). Im Anschluss an sein Engagement als Erster Solocellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit dem er vielfach solistisch auftrat, wurde er 2005 als Professor an die Hochschule für Musik und Theater München berufen.

MARIA-ELISABETH LOTT, VIOLINE
Maria-Elisabeth Lott gilt international als eine der besten deutschen Geigerinnen ihrer Generation und begeistert auf der Bühne mit ihrer Spielfreude, ihrer natürlichen und intensiven Musikalität und ihrer makellosen Technik.
Seit ihrem US-Debüt im Alter von dreizehn Jahren konzertiert sie weltweit als Solistin mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, Dallas Symphony Orchestra, Residentie Orkest Den Haag, Singapore Symphony Orchestra, China National Orchestra, BBC Manchester Symphony Orchestra und arbeitet mit Dirigenten wie Fabio Luisi, Jaap van Zweden, Mario Venzago, John Nelson, Kirill Petrenko, Jonathan Nott oder Daniel Harding zusammen.
Neben ihrem solistischen Spiel ist Maria-Elisabeth Lott als begeisterte Kammermusikerin bekannt und ist regelmäßig Gast bei den bedeutendsten internationalen Kammermusikfestivals. Dort musiziert sie mit Künstlerpersönlichkeiten wie u.a. Emanuel Borok, Sontraud Speidel, Dmitry Sitkovetsky, Christianne Stotijn, Julien Quentin, Reinhold Friedrich und Bobby McFerrin.
Im Laufe ihrer Karriere wurde Maria-Elisabeth Lott mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Karlsruher Kulturstipendium 2014 und dem Bruno-Frey-Preis 2013. Sie erhielt den ersten Lichtenberger Musikpreis der Stiftung Herfried Apel, den Musikförderpreis des Kulturfonds Baden und den "Prix d'éspoir" der Europäischen Kulturstiftung. Maria-Elisabeth Lott spielte live für Radio- und Fernsehsender in ganz Europa, beispielsweise dem ARD, ZDF, Deutschlandradio Kultur, 3Sat, BBC, sowie für Radiosender in den USA und Kanada.
1998 gewann sie einen vom Mozarteum Salzburg ausgeschriebenen Wettbewerb und wurde ausgewählt, mit Mozarts Kindergeige ihre Debut-CD bei EMI Classics mit dem Mozarteum Orchester Salzburg und Sontraud Speidel mit Werken von Mozart aufzunehmen.
Ihre musikalische Ausbildung erhielt Maria-Elisabeth Lott seit ihrem vierten Lebensjahr bei Prof. Josef Rissin. Bereits mit acht Jahren begann sie ihr Vorstudium an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Nach Abschluss ihres Bachelor- und Masterstudiums legte sie 2015 ihr Solistenexamen mit Auszeichnung ab.
Seit April 2017 unterrichtet sie als Professorin an der Hochschule für Musik Detmold.

GREGOR A. MAYRHOFER
Gregor A. Mayrhofer wurde 2017 von Sir Simon Rattle als Assistenzdirigent zu den Berliner Philharmonikern und der Karajan Akademie geholt. Davor absolvierte er sein Studium bei Alan Gilbert an der Juilliard School in New York nachdem er Komposition, Dirigieren und Gehörbildung in Paris, München und Düsseldorf studierte. Entscheidende künstlerische Impulse erhielt er außerdem von Bernhard Haitink, Fabio Luisi, Peter Eötvös, Rüdiger Bohn und James Ross.
2015-2017 war er Assistenzdirigent beim Ensemble Intercontemporain und gab in der Zeit sein Debüt in der Pariser Philharmonie, als er wenige Tage vor dem Konzert für Pablo Heras-Cassado einsprang. Im Jahr darauf dirigierte er das Ensemble in einem Konzert in der Kölner Philharmonie, unter anderem mit einer eigenen Uraufführung.
Mayrhofer arbeitete als Dirigent und Komponist bereits mit zahlreichen international renommierten Orchestern und Ensembles und Chören zusammen:
SWR Sinfonieorchester, Münchner Symphoniker, Orchestra of the Lucerne Festival Academy, Ensemble Modern Akademie, Cape Philharmonic Orchestra, Neue Philharmonie Westfalen, Savaria Symphony Orchestra, Ensemble Nostri Temporis Kiev, Saint Petersburg Symphony Orchestra, Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker.
Kompositionsaufträge erhielt er u.A. von der Bayerischen Staatsoper München, dem Bayerischen Rundfunk, Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Biennale, Tiroler Festspiele Erl, Bayerischer Landesjugendchor, Siemens Arts Forum, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Staatsoper Hannover, Ensemble Intercontemporain und dem Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker.
Konzerte als Dirigent, Pianist und Komponist führten ihn durch ganz Europa, die USA und Russland. Er folgte 2013 der Einladung von Opera Mauritius die Opernfestspiele in diesem Jahr zu leiten mit einer Produktion von Dido and Aeneas und dirigierte zwei Jahre später eine weitere Produktion von Offenbach’s Orphée aux enfers.
Ebenso 2013 gründete er das Studienstiftungsorchester NRW, engagiert sich stets für die Aufführung zeitgenössischer Musik und dirigierte zahlreiche Uraufführungen.
Mayrhofer wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u.A. dem Tassilo- Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung (mit seinem Jazzduo „Imbrothersation“), dem Charles Schiff Conducting Award, dem Bruno Walter Memorial Scholarship und war Stipendiat von Yehudi Menuhin Live Music Now und der Studienstiftung des dt. Volkes. www.gregor-a-mayrhofer.de