Das Minguet Quartett © Frank Rossbach
Minguet Quartett - Süddeutsche Zeitung, Februar 2017

Unvergesslich vollkommen
Das Publikum hörte hier ein Ensemble von solcher Klangkultur und in Jahrzehnten gewachsener
Übereinstimmung, wie es einem nur in seltenen Glücksfällen begegnet. Die Interpretation durch
die Minguets brachte die Fülle der Erfindungen dieser großartigen Kompositionen glanzvoll zur
Geltung. Man spürte, wie die vier Musiker mit innigem Engagement an der Herstellung ihrer
Vielfalt beteiligt waren, man erlebte eine Maßstab setzende Interpretation!
Süddeutsche Zeitung, Februar 2017

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Klein, aber fein Allgäuer Anzeigeblatt, 27.03.2017, Seite 25

Klein, aber fein
Musiksommer-Leiter Eckhard Fischer stellt neues Programm vor Oberstdorf „Die Größenordnung bleibt.“ Eckhard Fischer hält an seinem Konzept fest. Der Oberstdorfer Musiksommer soll klein, aber fein bleiben, sagt der Künstlerische Leiter. 16 Konzerte bietet das Klassikfestival vom 27. Juli bis zum 13. August, dazu sieben Meisterkurse. Das dritte Jahr leitet Fischer, Professor für Geige an der Musikhochschule Detmold, den Musiksommer. Wie im Vorjahr soll die Oberstdorfer Jodlergruppe des Festival in der katholischen Pfarrkirche eröffnen, bevor dann das Consortium Classicum großbesetzte Kammermusik von Mozart und Beethoven anstimmt. Die weiteren Konzerte finden meist im Oberstdorf-Haus statt. Dabei werden unter anderem wieder der Hornist Felix Klieser und der Cellist Wen-Sinn Yang erwartet, die schon im vergangenen Jahr die Säle füllten. Letzterer wird mit dem in Sonthofen aufgewachsenen Pianisten Michael Endres auftreten. Schon vielfach beim Klassikfestival zu erleben war Cellist Maximilian Hornung. Er will zusammen mit dem Bayerischen Landesjugendorchester musizieren. Die Anne-Sophie-Mutter-Stiftung entsendet unter anderem die Geigerin Ye-Eun Choi nach Oberstdorf. Das mit dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnete Minguet-Quartett aus Köln stellt sich mit Werken von Mozart, Beethoven und Janáček vor. Klassik auf Nebel- und Fellhorn Die Serenade auf dem Nebelhorn gestaltet das Kammerorchester Arcata aus Stuttgart, auf dem Fellhorn-Gipfel spielt das Novus-Quartett, dessen Auftritt 2016 bejubelt wurde. Die Dozenten der Meisterkurse zeigen ihr Können bei einem Gemeinschaftskonzert, Konrad Elser gibt einen Klavierabend mit Sonaten von Schubert und Liszt. Erstmals präsentiert der Musiksommer-Chef auch Talente, die er in den Meisterkursen entdeckt hat: Cellist Christoph Heesch und Pianist Lion Hinnrichs erhalten die Chance, mit Kollegen eigene Kammermusik-Programme vorzustellen. Für Klassikgrenzen sprengende Unterhaltung sollen das Rastrelli-Cello-Quartett und – zum Abschluss des Festivals – das Janoska-Ensemble aus der Slowakei sorgen. (kls) Karten gibt es ab sofort in den Service-Centern unserer Zeitung, im Festivalbüro in Oberstdorf, Nebelhornstraße 25, Telefon 08322/9592005. Internet: www.oberstdorfer-musiksommer.de Eckhard Fischer ©Allgäuer Anzeigeblatt 2017
Copyright 27.03.2017 Allgäuer Zeitung

Janoska Ensemble (Foto: Julia Wesely)
Abendzeitung München 17.01.2017

Janoska Ensemble
Schmäh aus der Slowakei

Zwei Geiger, ein Kontrabass und ein Mann am Klavier: Das Janoska Ensemble spielt Johann Strauß, Fritz Kreisler, Astor Piazzolla und einen „Bossa für Amadeus“. Foto: Julia Wesely
Musik wie ein wildes, kunstvolles Parfüm: Das Janoska-Ensemble aus Bratislawa verbindet Klassik mit Jazz, Volksmusik und viel Energie

Geile Optik, Superlative, Skandale! Um Klassik erfolgreich zu vermarkten, braucht es heute mehr als Talent. Aber beim Janoska-Ensemble gibt es vor allem Talent. Dem anderen Zirkus entziehen sich die vier sympathisch pausbäckigen Musiker am Flügel, zwei Geigen und einem Kontrabass noch und sind dabei gut gelaunt, unarrogant und auch noch nicht PR-geglättet.
Die Anzüge sitzen ein bisschen schief, die Klaviertasten-Krawatte ist albern, die dunklen Haare sind ein bisschen fad hinterfrisiert – aber die Janoskas sind authentisch, hoch virtuos und haben eine Freude am Musizieren, die sich sofort auf den Zuhörer überträgt. Dann kommt doch so ein Marketing-Wort: das „Label“ für ihre Musik, die sie ein wenig affig englisch, dafür aber international, den „Janoska-Style“ nennen, der aber nicht in die Cross-Over-Schublade gesteckt werden soll. „Das ist, wenn man zu einer Opernarie Schlagzeug dazu packt. Das kann auch gut und wunderbar sein. Wir aber machen was anderes“, stellt der Pianist František Janoska klar. Ihr Stil klingt neu und vertraut zugleich und ist wie ein Parfüm aufgebaut: mit Basisnote, einem strukturgebenden Fundament, meist ein klassisches Stück.
Weitergedreht
Dann Herz- und Kopfnoten: verschiedene Stile werden darüber gebaut, wechseln sich ab, reichern an, akzentuieren, lassen durch Gypsy-Versatzstücke heimatlich klingen, durch Balladen-Beigabe schmelzig-romantisch, durch Jazz witzig-leicht, frech und schwingend. Die janoskasche Bearbeitung vervollkommnet manche Stücke, so ihre „Fledermaus“-Ouvertüre, dass sie dem Geist und Gefühl von Johann Strauß ganz nah ist, wenn sich mit „Those were the Days“ ein etwas schmissig-melancholisches, russisches Lied druntermischt und dadurch den Rausch noch eine Schraube weiterdreht.
Doch ist es unsinnig, im Konzert zu sitzen und angestrengt die einzelnen Melodie-Teile herauskennen zu wollen. Besser gönnt man sich die Überraschung dabei zuzuhören, wie sich etwas Vertrautes, Bekanntes in Neues verwandelt - sich dabei verändert und dem musikalischen Wesen trotzdem treu bleibt.
Ausgedacht haben sich den Stil die drei Brüder, Roman, Ondrej und František Janoska. Julius Darvas, der über die Ehe mit einer Cousine in die traditionsreiche Musiker-Familie Janoska eingeheiratet hat, wurde in ihrem Kreis mit aufgenommen. Wenn die Großfamilie zusammenkommt, tönen 150 Musiker aus allen Ecken und Enden. Es war immer Musik, zu Hause in Bratislava. Der Vater, selbst tourender Unterhaltungsmusiker, war für die Janoska Kinder der erste Lehrer und in den frühen Jahren die wichtigste musikalische Bezugsgröße.
Jazz als Prägung
Von seinen Reisen brachte er Schallplatten mit – vor allem die Oscar Petersen-Platte hörten sie wieder und wieder. Dieser Jazz wurde eine prägende Stilrichtung für die Janoskas, die früh Instrumente lernten und bald zur klassischen Ausbildung nach Wien gingen. Musikschule, Konservatorium, Hochschule – außerhalb des Unterrichts hörte Roman Janoska gern Elvis Presley – ein großes Vorbild für den Jazz-Violinisten, dem er auch optisch ein wenig nachzueifern scheint. Auch Michael Jackson und Charlie Parker verehrt er- und seinen großen Bruder Ondrej, der schon längst die Geige fiedelt, als Roman noch kinderklein zu ihm hochschaut. Sie hören und verehren alles durcheinander, Martha Agerich, Keith Jarett, George Benson, auch Whitney Houston, Ella Fitzgerald, Tony Bennett.
Nach Meisterklassen und jeweiligen Karrieren in renommierten Klangkörpern und solistischen Erfolgen finden die vier 2013 wieder zusammen. Irgendetwas hatte ihnen gefehlt bei den Wiener Philharmonikern, bei Anna Netrebko: das Sentiment, das Heimatgefühl und ihre Janoska-Perspektive auf die klassische Musik, mit der sie sich etwas Neues erarbeiten wollen. Sie stecken die Köpfe zusammen und entwickeln ihren eigenen Stil. Klassik, Jazz, Volksmusik, ein bisschen Zigeuner-Energie – sie bringen alles zusammen und lassen es aufeinander wirken.
Virtuose Improvisation
Welches Stück, welcher Stil mit aufgenommen wird, entscheiden sie zusammen. Jeder darf Vorschläge einreichen, tüftelt und entwickelt mit. Dann schreibt František Janoska, Arrangeur der Truppe, eine erste Version auf, die in Auseinandersetzungsproben weiter verfeinert wird. Danach wird das Stück auf der Bühne getestet. Aber es klingt in jedem Konzert anders – weil die Vier virtuos improvisieren. „Etwa 70 Prozent der Musik habe ich aufs Blatt notiert. Der Rest ist jedes Mal eine Überraschung“, sagt František. „Das Improvisieren war auch in der Klassik mal sehr üblich“, erklärt er. „In der Barockzeit, bei Bach, war es normal, dass der Komponist sich ein Thema wählt und dazu improvisiert. Etwas, das heute in der ernsten Musik leider verlorengegangen ist. Das wollen wir wieder zurück auf die Bühne bringen“.
Das macht ihr Business für Janoskas so reizvoll. In der Schubladen-Enge eines Genres würden sie sich heute schrecklich langweilen.
Abendzeitung/ Lena Pauli, 17.01.2017 - 10:27 Uhr

Abschlusskonzert des Oberstdorfer Musiksommers JANOSKA ENSEMBLE am 13.08.2017, 20:00 Uhr Oberstdorf Haus

Novus-String-Quartet5byJin-ho Park
Impresariat Simmenauer | News | Novus String Quartet

Wigmore Hall London 08. Januar 2017
Kölner Philharmonie 15. Januar 2017

Diese zwei wichtigen Debuts hat das Novus String Quartet diesen Monat sehr erfolgreich gemeistert und ist mit herausragenden Kritiken...

SUNDAY TIMES, 15. Januar 2017
"These players are in their mid-twenties but already display technical address and musical instincts beyond their years, relishing the emotional highs and lows of these composers' [Schubert, Mendelssohn, Beethoven] most restless idioms."

KÖLNISCHE RUNDSCHAU, 17. Januar 2017
"Die kompliziert vertonte Zerrissenheit [Grieg] setzte das Quartett unwahrscheinlich geschlossen um, da steckte jede Menge Arbeit drin und künstlerische Reife; Bravo für die Jugend."

...belohnt worden! Wir gratulieren!

Auch die erste CD des Ensembles, erschienen im Mai 2016, wurde bereits von der Presse hochgelobt:

"Dieser Platte Widerstand zu leisten ist wirklich zwecklos."
niusic.de, 20. Juli 2016

Wer das aus Südkorea stammende Streichquartett noch nicht auf seinem Wunschzettel hat, sollte dies also umgehend ändern!

Konzert Novus String Quartet am 09.08.2017, 19:00 Uhr - Bergschau Fellhorngipfel

Ye Eun Choi
Artikel Allgäuer Zeitung, 05.01.2017

Meister und Nachwuchs-Talente Allgäuer Anzeigeblatt, 05.01.2017, Seite 23 Meister und Nachwuchs-Talente Oberstdorfer Musiksommer Das Klassikfestival präsentiert vielversprechende Künstler Oberstdorf Die unerhörte Musik schrieb Geschichte. Igor Strawinskys Ballett „Die Frühlingsweihe“ schockierte und begeisterte gleichermaßen. Beim Oberstdorfer Musiksommer krönt es ein Programm mit dem Cellisten Maximilian Hornung und dem Bayerischen Landesjugendorchester. Das Klassikfestival, das vom 27. Juli bis zum 13. August dauert, verbindet Meisterkurse mit Konzerten. Das Programm der letzteren ist breit gefächert. Es reicht von Klavier- und Kammermusik bis zum Orchesterwerk. Und es kündigt viele mit Preisen dekorierte Künstler an: zum Beispiel das Minguet-Streichquartett, den Hornisten Felix Klieser, aber auch Nachwuchs-Talente wie die Geigerin Ye-Eun Choi, Stipendiatin der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung. Cellist Wen-Sinn Yang und der aus Sonthofen stammende Pianist Michael Endres stellen virtuose Cellomusik vor. Das renommierte deutsche Consortium Classicum und das ausgezeichnete Wiener Janoska-Ensemble sorgen für Auftakt und Finale. (kls) Karten sind ab März erhältlich. www.oberstdorfer-musiksommer.de Stipendiatin der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung: Ye-Eun Choi. Foto: Felix Broede ©Allgäuer Anzeigeblatt 2017
Copyright 05.01.2017 Allgäuer Zeitung